|
Am 28.06.2008 war es mal wieder soweit, die Biker des Campingplatzes trafen sich wieder zur Tour...ein ganzes Jahr wurde gespannt gewartet und um 9 Uhr traf man sich dann zum Frühstück bei Conny.
Die Zahl von 14 Personen vom letzten Jahr wurde nicht erreicht, aber es waren immerhin 12 Biker, die trotz des unsicheren Wetters die Chance zur Ausfahrt nutzen wollten. Die Gruppe bestand aus 9 Männern und 3 Frauen, inkl. 2 Gäste.
Also saß man erst mal gemütlich zusammen und stärkte sich bei einem guten Frühstück mit Brötchen, Rührei und Kaffee. Unsere Tourleiterin Petra Zangers ( 1.Vorsitzende des Clubs ) hatte sich viele Gedanken gemacht über die Tour und war sichtlich aufgeregt, dass auch alles so klappt, wie sie es sich vorgestellt hat und alle Wünsche und Anregung der letzten Tour traf. Denn im letzten Jahr war es sehr schön, aber auch sehr lange und mit wenigen Pausen. Also hatte sie sich eine nette Tour, kürzer und mit festen Pausen ausgesucht.

Nachdem wir gestärkt waren erläuterte sie uns kurz die Tour und, damit man die "Letzten" Fahrer nicht verliert, hatten wir uns in diesem Jahr sogar mit einem Walkie-Talkie ausgestattet, welches Führung und Ende verbinden sollte.
Um 9.45 Uhr ging es dann endlich los. Unter den Blicken vieler Camper wurden wir lieb verabschiedet.
Wir fuhren Richtung Wachtendonk auf die A40 Richtung Ruhrpott. Dort ging es dann Richtung Baldeneysee. Gegen 11.30 Uhr erreichten wir unseren ersten Pausenpunkt – Haus Scheppen, ein Motorradtreff. Dort wurden sich kurz die Beine vertreten und der Körper mit Flüssigkeit und Nikotin versorgt, natürlich auch die öffentlichen Anlagen aufgesucht um dann gestärkt auf den nächsten Abschnitt zu gehen.
Die Landschaft und Strecke war sehr vielseitig und abwechslungsreich. Man fuhr durch Dörfer dessen Namen man noch nie gehört hatte. Dann kam das erste Hindernis: Die Strecke, die das Navigationssystem anzeigte, war gesperrt...kurze Pause zur Neueinrichtung des Navi`s und weiter ging es...Aber was wir nicht wussten war, dass der nächste Pausenpunkt – Gasthaus Filde an der Ennepetalsperre, nun in weite Ferne gerückt war, denn das Navi führte uns nicht hin, im ersten Moment schien es nicht schlimm, denn man hatte sich ja schon bei einer Pause gestärkt und war des Fahrens noch nicht müde.

Auf der Strecke wurde dann an einem Gasthof angehalten, es schien, die nun doch langsam anfangenden knurrenden Mägen bekommen etwas zu Essen...aber was dann. Ein Teil der Gruppe stand vor dem Lokal, ein Teil parkte schon fast auf dem anliegenden Parkplatz, da bewegte sich die Gruppe wieder weiter...beim Nachfragen kam die Antwort, hier kann man schlecht parken...ok......also ging es weiter....gegen 14.30Uhr wurde dann eine Pause auf einem Parkplatz eingelegt. Langsam wurde das Knurren der Mägen schlimmer und man sehnte sich jetzt doch nach einer Pause....ein Teil der Männer verschwanden mal kurz in die Büsche und wir Frauen naja, wie verdrängten den Druck, der sich langsam ankündigte. Nach einer kurzen Diskussion, warum man denn nicht einfach mal an einem anderen Lokal angehalten hat, wurde schnell beendet, denn in 25 Kilometern an der Aggertalsperre in Deitenbach sollte die nächste Rast sein. Also bewegte sich die Gruppe weiter. Aber auch hier machten sich die Hindernisse wieder breit, denn dieses Lokal war trotz Internetangaben geschlossen. Also hielten wir am "Haus am See", ein Lokal vielleicht, wo wir endlich rasten konnten, aber was ist das? Lampen und Einrichtung glichen nicht die eines Lokals, nein es ist eine Zahnarztpraxis, das kann doch nicht sein...also Zähne zusammen beißen und weiter...
Durch kurz anfangende Regenfälle mit kurzen Halts, damit Petra und Lothar sich die Regenkombis anziehen konnten wurde die Tour fortgesetzt, auch wenn Petra in dieser Situation etwas forsch war, denn sie fuhr schon mit einem Teil der Gruppe weiter und Lothar war noch nicht mal halb in seinem Ganzkörperkondom, verlor sich die Gruppe nicht, denn man hatte ja ein Walkie-Talkie. Der Funk von Harry ertönte: "Petra nicht so schnell, wir sind noch nicht so weit" und so wurde einfach mitten auf der Strecke gehalten und auf den Rest der Gruppe gewartet. Kaum ging es weiter, da wurde die Gruppe langsamer und was nun, ein falscher Weg, also gedreht, egal, was der Verkehr dazu sagte. Sogar der Linienbus hielt uns zu diesem waghalsigen Wendemanöver die Strasse frei.
Gegen 17 Uhr endlich ein Cafe Frettlöh in Rodt! Wir halten, Mensch das waren aber lange 25 Kilometer. Bei zwei Damen war Holland in Not, egal wie man sich entschied, wir mussten in dieses Cafe…Hier gab es wahnsinnig gut aussehenden Kuchen und endlich nen` Kaffee, aber keine Sorge es gab auch herzhafte Dinge. Klar wollte man lieber etwas Warmes oder Herzhaftes. Also wurde ein Strammer Max oder eine Wurstplatte, von der die ganze Truppe satt geworden wäre, bestellt. Und nachdem wir dann gestärkt waren setzten wir unsere Fahrt weiter fort

Man fuhr durch nette Orte, wie Neschen, Bechen dort sah man künstliche Kühe am Straßenrand stehen, Kneipen wie der alte Prinz und und....die Auffahrten zu einigen Ortschaften waren richtig steil und kurvig, also richtig schön....doch was dann...da stehen doch die Kühe schon wieder und der alte Prinz erscheint auch wieder, die Wanderer dort, sahen wir auch schon mal. Der Ort Neschen und Bechen erscheint zum zweiten Mal, kann das Zufall sein...nein...das Navi schickte uns auf Rundkurs. Das kann doch nicht!
Nach kurzem Funk wurde angehalten und man versuchte eine Alternativroute zu finden. Mittlerweile war es kurz vor 19 Uhr und die eigentlichen 340 km der Route schienen bald erreicht, aber wo war der Campingplatz...weit weit weg. Naja, es regnete nicht mehr, mittlerweile schien die Sonne und alle waren noch guten Mutes. Unser Scout Walter erkundete dann mal die gesperrte Strecke und die Gruppe entschied sich, wir schauen mal, wie weit wir bis zur Baustelle kommen. Ein kurzer Plausch mit einer Inlinerfamilie und dann Augen zu und durch. Die Strecke wurde neu asphaltiert und noch nicht wirklich für den Verkehr freigegeben, aber sie war befahrbar. Also hofften wir, dass alles gut ging und rollten mit unserer Gruppe vorsichtig über die noch sehr mit Sand bedeckte Strecke. Der Gedanke, was passiert eigentlich mit uns wenn da jetzt die Polizei steht, machte sich in meinen Gedanken breit, wurde aber auch schnell wieder verdrängt, denn man wollte ja jetzt doch irgendwie heim. Die Knie und Schultern fingen langsam an zu schmerzen, also was blieb einem da über, durch und hoffen das es gut geht. Es ging gut.

Also waren wir wieder auf Kurs. Mittlerweile ging es Richtung Solingen Kohlfurth und dort wartete das Cafe Hubraum auf uns. Der Punkt den wir wirklich nach Plan erreichten...J. Es wurde sich das berühmte Cafe angeschaut, ein paar Maschinen bewundert, ne Cola getrunken, der Nikotinsucht nachgegeben, die Örtlichkeiten aufgesucht, kurze Telefonate mit den Angehörigen geführt, um dann den Endspurt über die Autobahn in Richtung Heimat anzutreten. Eine kurze Pause wurde noch zum tanken eingelegt und dann erreichten wir endlich gegen 21Uhr mit knappen 400km Tourstrecke auf dem Tacho unseren Campingplatz. Dort drehten wir natürlich hupend unsere Ehrenrunde, zum Leitwesen einiger Camper, das wir doch zu schnell fahren und dann.....
erwartete uns das wohlverdiente Bierchen, mein Gott was hat das gezischt!
Leider waren wir so spät das es bei Conny kaum noch was zu essen gab, aber trotzdem setzen wir und noch gemütlich mit allen Bikern zusammen und prosteten mit Petra auf eine gelungene Tour an, auch wenn sie nicht ganz so hingehauen hat wie sie sein sollte, aber Baustellen kann man halt nicht planen, schön war es trotzdem.
Danke Petra.
Wir freuen uns jetzt schon auf die Tour im nächsten Jahr, mal schauen ob wir dann die Anregungen und Vorstellungen einbringen können, versucht hat Petra es ja, der Wille war da, aber die Baustellen wollten es nicht...
Also, ich hatte angeregt einen Tourbericht von unserer Tour zu schreiben, denn der Oldieabend auf unserer Website ist zwar schön, aber auch schon lange her. Nun ich habe mich versucht und hoffe ich habe meinen Eindruck der Tour etwas rüber bringen können.
Ich hoffe die mit Namen genannten Personen sind nicht böse, dass sie genannt wurden und ich hoffe die nicht mit Namen genannten Personen sind nicht enttäuscht, dass sie nicht erwähnt wurden.
Ich freue mich auf unsere Tour im nächsten Jahr....
Bis dahin euere Mitcamperin
Erika Nusko-Hamraths
Bilder gibt es in unserer Galerie
|
|