Hallo Zusammen! Ich möchte Euch über unsere Biker-Wochenendtour
berichten! Aber fangen wir mal ganz anders an:
Es waren einmal....
ein paar Biker auf dem Campingplatz, die Jeder für sich so Ihre Runden fuhren. Aber irgendwie fand man sich zusammen! Man redete, plante und so fand dann 2004 die erste Tagestour statt. Weitere folgten jährlich.
Meine erste Tour war in 2008 mit ca. 12 Maschinen (wie berichtet).
Nachdem auch in 2009 –2 Tagestouren (damals schon mit 18 Maschinen) und ein Zeltwochenende zur Biker-Wallfahrt in Kevelaer stattfanden, hat sich nun mit tollen Lederwesten + Fahne (organisiert von Peter R.) eine Gruppe gefunden, die sich die „Bikerfreunde des OC Radschläger“ nennen. Damit bereichern wir den Campingclub, zu unseren schon bestehenden Gruppen wie Karneval, Camperfrauen, Rallyefahrer, Jugend mit der Bikergruppe.
Nun aber zu unserer Tour:
leider mussten Veronika, Günther und Sabine aus gesundheitlichen Gründen absagen. Am Abfahrtstag ab 9 Uhr wurde mindestens 10 mal mit Detlef (der fast heulen konnte, weil er sich ja so auf die Tour gefreut hatte) telefoniert, da sein Roller nicht so wollte wie er. Nach langem hin und her mit ADAC und Werkstatt, die den Schaden behob, konnte es dann losgehen. Detlef wollte auf der Raststätte „Bedburger Land“ zu uns stoßen.
Nach genauer Planung wie und wo welche Gruppen abfahren und wo man einen Sammelpunkt finden kann, starteten die Gruppen vom Hildener Kreuz (Ohligser Heide), vom Campingplatz und von Mönchengladbach aus, um zum Sammelpunkt „Kölner Verteiler“ zu gelangen. Von dort aus sollte es gemeinsam losgehen.
Wir fuhren um 13Uhr in Mönchengladbach los und fuhren über die A61 bis zur verabredeten Raststätte, aber….es war kein Detlef da. Als Harry mit ihm telefonierte, erfuhren wir, er sei schon auf dem Weg zur Raststätte Frechen. Also ging es weiter zur Raststätte Frechen! Dort trafen wir ihn und so ging es weiter über die A61 auf die A555 zum „Kölner Verteiler“.


Als dort die Gruppen gegen 14.30Uhr eintrafen, fehlten Inge und
Bernd, die direkt nach St.Goar kommen wollten, denn die Arbeit geht ja vor und Angelika und Klaus, die wie wir vor Ort erfuhren - auch auf direktem Weg St.Goar ansteuerten . Leider musste Rainer mit dem Auto mitfahren, denn sein Roller fiel kurz vorher dem Reparaturgeier zum Opfer.
Mit 12 Maschinen von 125 bis 1300 ccm, einem Auto und einem Trike und mit insgesamt 15 Personen starteten wir kurz nach 15 Uhr in abgesprochener Reihenfolge gen St.Goar auf die A555. Am „Bonner Verteiler“ wurde erst mal die falsche Richtung eingeschlagen! Ups…plötzlich hieß es links, aber man stand rechts!! Gut, dass ein netter LKW-Fahrer uns alle vor ihm einfädeln ließ, denn wir blockierten mit so einer großen Gruppe etwas die Straße.
Dann ging es erst mal über die A565. Wir verließen die Autobahn und folgten unserem guten alten Vater Rhein, vorbei an Schlössern, Burgen und Viadukten. In Erpel machten wir eine kurze Rast und fuhren vorbei an Linz, Hönningen.
Auf der B9 mussten wir bei Kilometerstand 171 (ab Mönchengladbach) eine Zwangspause einlegen, denn der Roller von Heinz verlor das Ventil und rollte gerade noch so mit einem Platten auf einen Rastplatz zu. Dort suchten wir nach einer Möglichkeit, den Roller wieder zum Laufen zu bringen. Ein Harley-Händler konnte nicht helfen, aber glücklicherweise war ein ATU-Händler in der Nähe. So fuhr Peter R., bepackt mit Heinz und dem Vorderrad, zur ATU-Werkstatt.
Zwischenzeitlich wollte man evtl. etwas Essen oder einen Kaffee trinken; es gab einen MC Donald in der Nähe. Detlef meinte: „Wie wäre es, wenn wir alle dorthin gehen? Ihr könnt was Essen und ich nehme das 12te Menü, das ist nämlich dann frei.“ Das Gelächter war natürlich groß, aber man entschied sich dagegen, denn am „Kölner Verteiler“ hatte man ja schon kurz den Burger King besucht.
Nach ca.30 Minuten kam das reparierte Rad mit Anhang zum Rastplatz zurück. Das Rad wurde wieder eingebaut und so ging es weiter;
zurück auf die Bahn Richtung St. Goar.
Dann kamen wir auf den Schlussspurt zur Jugendherberge. Der Weg dorthin war steil, 17% Steigung und ups, da sind wir doch vorbei an der Auffahrt zur JHB. Also hieß es die 17% wieder runter und da war sie: die JHB, direkt am Rhein und an den Zuggleisen nach Koblenz. Ankunftszeit war 19.20 Uhr. Zwar 1Std.20Min später als geplant, aber Hauptsache wohl behalten, mit kleinen Ausfällen, die aber glücklicherweise nur materieller Art waren. Nur Peter B. hatte eine kleine körperliche Blessur erhalten, denn Peter R. parkte mal kurz sein Trike, beim Einparken an der JHB, auf seinem rechten Fuß. Da schossen ihm mal kurz die Augen nach vorne, aber es ist alles gut gegangen. Der Schreck war wohl größer. So konnten wir uns endlich ein kühles Bier gönnen und danach die Zimmer beziehen. Mike hat mit der Jugendherbergsleiterin „Gisela“ einen Deal gemacht, er hat das Zimmer 15 anstatt Zimmer 11 ergattert, das ist näher.
Als Rainer ihn fragte woran näher, da meinte Mike: „egal, aber näher als 11“….das Gelächter war groß. Als Mike noch eine Schachtel Bier bestellen wollte, meinte „Gisela“: “Bleib mal ruhig Brauner!
Ich habe sie im Kühlkeller, HASE“. Sie verschwand kurz und kam mit der Schachtel Bier wieder und meinte dann zu mir ich hätte den „Hasen“ nicht unter Kontrolle…Darauf meinte ich: „Wieso ich? Das ist nicht meiner! Meiner sitzt neben mir!“ Und da war es wieder : unser Gelächter….und somit war Mike unser „HASE“ und das blieb die ganze Tour so.
Danach ging es ans Grillen. Da sich noch keiner ums Feuer gekümmert hatte, machte sich Harry daran, das Feuer zu entfachen, damit wir endlich was in den Bauch bekamen. Das Essen war super. Nach dem Essen wurde in netter Runde viel gelacht. Gegen 24 Uhr wurde mal kurz mit allen Mannen/allen Frauen das Geschirr weg geräumt und dann folgten noch mehr Geschichten und Storys mit viel Gelächter bis gegen 2 Uhr morgens.
Der erste Tag war geschafft mit einer Super-Fahrt und super Wetter.
Der zweite Tag begann mit Frühstück und auch da waren die Storys und Geschichten mit dem Gelächter von Allen wieder vorn an. Denn Detlef erzählte ein paar Episoden aus seinem Leben und es waren göttliche Geschichten, die ihm wohl manche Kopfnuss einbrachten. Diese kamen aber auch beim Frühstück nicht zu kurz, denn als ich Ihm einen Kaffee mitbringen sollte und Milch und Zucker vergaß (hatte er ja auch nicht erwähnt) meinte er, ist nicht schlimm, kannst ja noch mal gehen. Da habe ich es mir nicht nehmen lassen, ihn nicht aus der Übung kommen zu lassen und habe ihm eine Kopfnuss erteilt. Das Gelächter war groß.
Um 9.30 Uhr verließen wir die JHB und fuhren Richtung Waldesch, Dieblich, Oberfell, Alken…an der Mosel entlang. Das Wetter war gut, es war nicht zu heiß, wie den Tag zuvor, der Himmel zwar etwas verhangen, aber es regnete nicht.
In Löf machten wir einen kurzen Stopp, da dort auf der Mosel ein Speedboot-Rennen stattfand und man mal kurz einen Blick auf die Renner werfen wollte. Wir folgten weiter der Mosel Richtung Ernst, Senheim, Bremm. Dort legten wir eine Pause ein, denn Heinz verlor so langsam seinen Seitenständer! Er wollte Ihn abschrauben, aber es ging nicht so wirklich. Weiter ging es Richtung Traben-Trabach, dort wollten wir zur Mittagspause im Hotel Bad Wildstein einkehren. Man hatte vorher reserviert und eine Speisekarte angefordert. Volker Schmidt (der Besitzer) freute sich riesig über die große Gruppe und das Essen war super gut zu einem fairen Preis: Menü mit Suppe, Hauptgericht und Dessert für 10,50 €.
Detlef träumt von einem Nachtisch mit Erdbeeren, aber leider gab es nur „Eis“ ohne Erdbeeren. Alle bekamen Ihr Essen, nur Harry nicht! Bei der Nachfrage, wo es bliebe, meinte die Bedienung, irgendeiner aus der Gruppe müsse anstatt eines Schnitzels ein Cordon-Bleu bekommen haben. Derjenige wurde schnell gefunden! Klaus hatte es bekommen, aber zu spät bemerkt, um es zu reklamieren. Die Bedienung entschuldigte sich mehrmals und lieferte schnellstmöglich das Cordon-Bleu nach. Doch was passierte dann: da kam nicht nur das Cordon-Bleu sondern auch noch das Schnitzel.
„Naja, was soll`s?“ dachte sich Klaus, dann esse ich das halt auch noch. Vertragen kann er es auf jeden Fall und aufgegessen hat er es auch!! Gestärkt und mit einer passenden Schraube für Heinz seinen Roller fuhren wir weiter über die Hunsrück-Höhenstrasse, Morbach nach Saarburg zur Jugendherberge. Dort kamen wir gegen 17 Uhr an. 4 der 5 Mädels machten allerdings vor Ankunft in der JHB noch einen Abstecher in einen Schmuckladen, der super schöne Sachen hat. Dort wurden wir natürlich fündig. In der Zwischenzeit hatte es angefangen zu regnen. Die Gruppe ist trocken in der JHB angekommen, aber die Mädels wurden etwas nass. Aber egal! Wir hatten schönen Schmuck eingekauft, so dass wir den Regen in Kauf nahmen.
Um 19.30 Uhr hatten wir in Saarburg-City bei Amadeus, einem Griechen, einen Tisch reserviert und kehrten dort zum Essen ein. Auf dem Weg dorthin sahen wir in einem Schaufenster einen Drachen auf einem Bike! Da dachten wir: der wäre doch ideal als Stammtisch-Figur.
Bei der Auswahl zum Essen wurde für Detlef beim Wirt ein Spezialauftrag bestellt (wovon der nichts wusste). Es sollten auf seinem Gericht Erdbeeren drauf sein, was der Wirt auch prompt in die Tat umsetzte. Auch diese Auswahl des Lokals erwies sich als phantastisch und hier ein Dank an Harry: du hast alle Lokale hervorragend ausgesucht!!
Gegen 22.30 Uhr machten wir uns an den Aufstieg zur JHB, wo wir uns noch zusammen setzten und einiges besprachen und viel lachten. Hier wurde auch beschlossen, dass der Drache gekauft werden sollte und Rainer erklärte sich bereit, morgens später loszufahren um diesen Drachen zu kaufen. Gegen 0.30 Uhr löste sich die Gesellschaft auf und sank in Ihre Etagenbetten um am nächsten Morgen fit fürs Frühstück und den Rückweg nach Hause zu sein.


Am nächsten Tag trafen wir uns ab 8 Uhr zum Frühstück und danach wurden die Mopeds gerichtet. Nach dem Treffen zum Gruppenfoto und Absprache, wann wer die Gruppe verlässt, gingen wir um 9.50 Uhr on Tour.
Kurz hinter der JHB wurde ein kurzer Stopp eingelegt, weil Petra`s Navi den Geist aufgab. Dort verließen uns dann Heinz, Raimund, Michael und Detlef , die auf direktem Weg nach Hause wollten.
Der Rest der Gruppe setzte sich weiter in Richtung Konz in Bewegung. Wir fuhren Richtung Trier, Kordel und machten in Zemmer eine kurze Pause. Dort war wohl gerade Schützenfest und eine nette Familie überließ uns kurz ihr WC zur „Pipipause“. Weiter ging es Richtung Langscheid, Manderscheid, Daun mit wunderschönen Haarnadelkurven. Und in Daun-Pützborn machten wir nach längerem Suchen des Biker-Treffs „Zur alten Schmiede“, mit einem waghalsigen Halt auf 16% Steigung, Mittagspause. Petra telefonierte von dort mit Rainer, denn er hatte versucht, uns zu erreichen. Er hatte uns gesucht, aber nicht gefunden. Er wollte uns mitteilen, dass er den Drachen bekommen hat. Hierfür „Danke“ lieber Rainer. Nach dem Essen verabschiedeten sich Jochen (der umbenannt wurde in Nick Knatterton, wegen des Sound‘s seiner Ducati Monster), Norbert und Peter R. mit Janina. Die Restlichen machten sich auf Richtung Müsch. Die Strecke war wohl wegen eines Autofreien-Sonntages gesperrt und nach anfänglichen Schwierigkeiten des Navi`s führte es uns doch wieder auf den richtigen Weg.
Wir fuhren Richtung Bad Münstereifel, wo wir eine kurze Kaffeepause machten und einige Biker von dort aus den Nachhauseweg antreten wollten. Peter B., Hans Peter und Mike verließen uns dort und wir zogen mit den restlichen 8 Bikern in die City, um in einem Eiscafé zum Abschluss-Kaffee einzukehren. Und hier sei gesagt, schade Detlef, dass Du nicht mitkommen konntest! Es gab köstliche Erdbeeren, auf Eis und auf Crêpe! Das wäre was für Dich gewesen. Nach der Stärkung dort verließen uns auf der Strecke Klaus, Angelika und Rudi. Hier soll auch mal gesagt sein: ein großes Lob an Rudi! Du hast deine erste Tour als Neu-Biker super gemeistert.
Herzlich Willkommen bei den Bikerfreunden.
Die restlichen 5 Biker folgten dann der B51 und der B477 Richtung Euskirchen. Hier dachte ich, dass auf dem Weg nach Daun schon viele Kreisverkehre sind, aber diese Strecke übertraf alles. Kreisverkehr nach Kreisverkehr…..das war der Hammer. Ab der Anschlussstelle Bergheim fuhren wir über die A61. Inge und Bernd verließen uns an der Abfahrt Mönchengladbach-Wickrath und Harry und ich fuhren Mönchengladbach-Holt ab. Petra fuhr noch bis zum Campingplatz.
So, wie wir von einigen erfahren haben, sind sie gut und wohlbehalten zu Hause angekommen, die erste Gruppe wohl mit einem kleinen Umweg über Fast-Lüttich…. und damit war unsere erste (wohl aber nicht letzte, hoffe ich) 3-Tages-Tour beendet.
Hier an dieser Stelle auch ein super dickes Lob an Petra, die die Tour mal wieder hervorragend ausgearbeitet hat und nur mit wenigen Änderungen und Umwegen super geleitet hat.
Auch sind wir froh, dass wir die 725km (laut meinem Tacho und ab Mönchengladbach) ohne Unfälle und Ausfälle, mit nur kleinen behebbaren materiellen Schäden überstanden haben.
Die Nuskos sagen von hier aus „vielen Dank“ liebe Petra! Das hast Du wieder super fein gemacht.
Wir freuen uns schon auf die nächste Tour und in diesem Sinne und mit allzeit guter Fahrt beende ich hier meinen Bericht und verbleibe an alle Bikerfreunde des OC Radschläger und natürlich an alle Leser unseres Berichtes mit freundlichem Gruß.
Eure Erika Nusko-Hamraths, Parzelle78
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