Ortsclub "Radschläger" Düsseldorf e.V.
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Wochenendtour vom 01.-03. Juli 2011

Hallo zusammen,

ich möchte Euch hier von unserer diesjährigen 3-Tages-Motorrad-Tour berichten. Angemeldet waren in diesem Jahr 22 Biker (4 Gäste und 2 Passive Mitglieder). Davon waren in diesem Jahr 7 weibliche Fahrerinnen! Respekt!! Wir erobern langsam die Männerdomäne!!

Los ging es wie immer aus drei Richtungen zum Treffpunkt um 14.30 Uhr am Verteilerkreis A 555 Kölner Verteiler, auf dem Rastplatz bei Burger King.

Ich fuhr um 12.30 Uhr mit 9 Bikern zum Treffpunkt am Busparkplatz, Viersenerstrasse, Nähe Franziskus-Krankenhaus, wo wir unsere Road-Capitana Petra um 13 Uhr in Empfang nahmen.

Wie auch im letzten Jahr mussten wir noch mal kurz an ihrem Gepäck Hand anlegen, etwas nachzurren. Dann passte es! Da das Wetter nicht sehr vielversprechend aussah, wurde vorsichtshalber schon mal die Regenkombi angelegt - besser ist besser - und dann ging es über die Autobahn zum verabredeten Treffpunkt.

Dort angekommen, hieß es für alle erst mal „volltanken“ und noch eine Kleinigkeit beim Burger King verzehren. Nachdem alle anwesend waren (leider fehlte Raimund, der arbeiten musste, Michael, der gesundheitlich absagen musste und Lars, der direkt zur Jugendherberge nach Bilstein kommen wollte,) gab es eine kurze Begrüßung, danach wurde die Reihenfolge und nochmals die Fahrweise besprochen und dann konnte es um 15 Uhr endlich losgehen. Wir verließen in abgesprochener Reihenfolge den Rastplatz, quälten uns wieder durch den furchtbaren Kreisverkehr und fuhren => in die falsche Richtung, denn wie auch bei den vergangenen Touren spinnt ??!! das Navigationssystem mal wieder. Nachdem Petra Ihre Lieblingstaste RESET gedrückt hatte, ging es dann wirklich weiter in die richtige Richtung. Wir befuhren die A 4, verließen diese dann hinter Köln und fuhren Richtung Troisdorf, Sankt Augustin und Hennef. Dort mussten wir kurz eine Zwangs-Pause einlegen, wo dann auch die restlichen Biker, bedingt durch den aufkommenden Regen, Ihre Kombis anzogen. Da kann man wieder nur sagen: “auch Biker sind eitel“! So eine Kombi, die sieht nicht aus, da muss es schon in Strömen gießen, dass sie angelegt wird. Allerdings einen Vorteil hatte sie an diesem Wochenende: sie hielt zusätzlich auch noch warm, denn es war doch ganz schön von den Temperaturen her abgekühlt. Also ging es dann weiter durch Dörfer, vorbei an Wiesen, Weiden, Kühen, Pferden, Schafen.

 

Eine nicht eingeplante Waldstrasse erwies sich als feine Motorradstrecke und weiter ging es Richtung unserer ersten Raststätte in Dattenfeld, die Bikers Rast.

Dort stellte man fest, dass ein Motorrad ganz schön was wiegen kann.

Wir stärkten uns mit kalten Getränken und Kaffee und fuhren dann weiter in Richtung unserem Ziel Lennestadt.

Wir durchfuhren Husten, Halbhusten und alle hofften, dass uns jetzt nicht noch der Keuchhusten begegnete, aber dieser blieb uns erspart.

Wir erreichten unsere Jugendherberge Burg Bilstein mit etwas Verspätung und parkten auf gefühlten 25% Steigung unsere Maschinen. Die Zimmer wurden schnell bezogen und es wurde sich kurz frisch gemacht.

 

Die Frauen beschlossen, sich nicht mit 5 Frauen um die Dusche zu schlagen, trällerten das Lied: „Nimm mich jetzt auch wenn ich stinke…“ und gaben sich mit einer schnellen Wäsche zufrieden, denn uns erwartete ja ein Tisch beim Mexikaner im Ort, der mexikanische und deutsche Küche anbot. Zum Abschluss des ersten Tages traf man sich dann noch im Wickedzimmer (es war das Turmzimmer - das größte Zimmer - an den Wänden mit Hexen) und ließ den Tag mit gekühlten Getränken gemütlich ausklingen.

 

Um 8.30 Uhr traf man sich am nächsten Morgen zum gemeinsamen Frühstück.

Ute und Norbert hatten beschlossen, den Weg zur nächsten Jugendherberge alleine zurückzulegen, da es Ute nicht so gut ging.

Nachdem alles wieder gepackt und verzurrt war wurden die Regenkombis wieder angezogen denn es war kalt und nieselte ein wenig. Lars, der an der Jugendherbergsabfahrt zu uns stieß, fuhr gemeinsam mit uns weiter bis zur nächsten Tankstelle. Dort wurde kurz getankt und weiter ging es. Aber leider nur ca. 7 km. Dort mussten wir wegen eines technischen Defektes an einer Maschine halten. Nachdem dieser Defekt behoben schien, ging es weiter Richtung Espe.

Leider erzielte die Reparatur keine Wirkung, so dass Bernhard erst mal zurück blieb, um seine Maschine wieder in Stand zu setzen um dann später wieder zu uns zu stoßen.

So ging es dann weiter Richtung Schmallenberg, Bad Berleburg.

 

In Hallenberg machten wir beim „Wilden Zimmermann“ zu Kaffee und Kuchen Rast und Bernhard stieß dort wieder zu uns. Danach ging es weiter Richtung Kahlen Asten, wo wir eine erneute Rast in der Turmgaststätte einlegen wollten….ja richtig, wollten!! Denn ein kleiner Fehler im Navi (Petras spinnte, da wurde es gegen Peters ausgetauscht, dort war die Straße aber nicht geändert) führte es uns an der Zufahrt zum Kahlen Asten vorbei, ins Sorpetal.

 

Erst durch Obersorpe, Mittelsorpe und Untersorpe. Dort hielten wir kurz und übersprangen den Rastpunkt „Kahlen Asten“, denn sonst hätten wir zurück fahren müssen.

Und da in ca. 40 km eh wieder eine Rast geplant war, entschieden wir uns für die Weiterfahrt! Nur wo war Bernhard??

Er war doch beim letzten Stopp wieder zu uns gestoßen.

Jemand erwähnte, er wolle alleine vorfahren, damit er die Gruppe nicht behindere, falls seine Maschine noch mal streikt.

Das beruhigte alle, es wurde wieder aufgestiegen und weiter ging’s…vorbei an weißen Kühen (die sich nicht bewegten), braunen Kühen, gefleckten Kühen und und und…bis zum Landgasthaus Rademacher in Faulebutter.

Hier sollte eine Kleinigkeit gegessen werden, was sich aber als sehr schwierig erwies, denn der Wirt war fast alleine!!??.

Völlig überfordert, mit so vielen Gästen, gab es versalzene Pommes, kalte Hühnersuppe und kein Trinkgeld!!!

 

Bernhard war immer noch verschwunden, nach einem kurzen Telefonat und einer SMS erfuhren wir, dass er schon in der Jugendherberge am Möhnesee war, denn wir hatten ihn sage und schreibe vergessen und da wir den Kahlen Asten verpasst hatten und er aber dorthin gefahren ist.

Er ist dann direkt zur Jugendherberge gefahren. Um 19 Uhr kamen auch wir dann in der Jugendherberge Josef-Joos-Haus am Möhnesee an, bezogen unsere Zimmer, duschten und trafen uns zum Grillabend auf Amerikanische Art.

Norbert, der ja schon früher da war, hatte schon mal die Getränke kalt gestellt und als wir ankamen, den Grill angeschmissen. So konnten die Grillmeister Heinz und Walter, gekleidet mit Schürze und ….leider nicht!!!, mit dem Grillen los legen und jeder konnte sich an den köstlich gebratenen Spare-Rips, Würstchen und Hamburger erfreuen. Danach wurde sich dann zum Kampf Klitschko gegen Haye gerüstet.

Vorher ermahnte uns der Herbergsvater noch, bitte nach 22 Uhr die Nachtruhe einzuhalten und übergab Petra die Macht des Fernsehers, die Fernbedienung.

So sahen wir nach einem langen, schönen, kalten Tourtag, einen langen, öden, langweiligen Boxkampf.

Danach wurden die Kissen aufgeschüttelt und in die Matratzen gehorcht, denn um 8.30 Uhr erwartete uns wieder das gemeinsame Frühstück. Das Frühstück war reichhaltig, aber der Frühstücksraum leider sehr unruhig, da viele Jugendliche dort waren, naja, dazu sind Jugendherbergen ja da.

 

Die Maschinen wurden wieder gepackt und die Kombis direkt angezogen, denn es war bedeckt und kalt. Die Maschinen sahen durch die nasse Fahrbahn dreckig aus und mancher wünschte sich doch mal kurz durch die Waschstraße zu fahren, damit man mal gebürstet wurde….

Bevor es los ging wurde zum obligatorischen Gruppenfoto gerufen und sich dann von Norbert und Ute verabschiedet. Ihr ging es leider immer noch nicht besser, so dass sie auf direktem Weg nach Hause fahren wollten. Also ging es Richtung Arnsberg, Sundern.

Hinter Brave mussten wir dann leider wieder feststellen, dass die Erdanziehungskraft auf dieser Tour ihre Wirkung zeigte, so dass wir eine Zwangs-Pause einlegen mussten.

Es konnte aber weitergehen zum nächsten Haltepunkt hinter Plattenberg ins Cafe Restaurant Vedder. Der Weg dorthin war auch eine wunderschöne kurvige Waldstrecke mit Kühen, Schafen und man höre und staune Lamas.

Nachdem Petra uns überzeugt hatte, das man doch lieber im ältesten Bikertreff zum nächsten Haltepunkt essen sollte, bestellten nur Inge und Bernd etwas zu essen, denn sie mussten uns dort verlassen, da Inges Sohn noch Geburtstag feierte und sie dort eingeladen waren.

So ging es dann ohne das Gespann weiter.

 

Als wir nach den Kurven, Kühen und Wäldern dann wieder eine Tankstelle anfahren mussten, wunderten sich alle, da wir ja alle kurz nach der Jugendherberge getankt hatten.

Aber es musste keiner tanken!! Die alte BMW verlor mal wieder Luft!

Als wir dann dort warteten bis die Reifen wieder voll waren, überholten uns Bernd und Inge noch mal mit einem lauten Hupkonzert.

 

Die Fahrt ging weiter Richtung Kerspe, Wipperfürth, Remscheid nach Kürten.

Dort befand sich der älteste Bikertreff Landcafe Fuchs.

Er lag auf einer technisch sehr schön zu befahrenden Waldstrasse, aber leider hatte er keinen Mittagstisch mehr.

Vorbei mit dem so hoch angepriesenen leckeren Mittagessen. So konnte man nur von der kleinen Karte wählen: Gulaschsuppe, Salat, Schnittchen oder Waffeln. Nun leider ging es halt nicht anders (wir waren ja eh später als geplant dort), man hätte vielleicht vorher mal nachfragen sollen, aber egal, jeder fand was zum essen und es wurden ein paar nette Witzchen gerissen, ein paar Anekdoten erzählt, bevor es wieder "on the Road" ging, zum letzten Haltepunkt nach Hilden.

Dort hatte Rainer zum Kaffee und Kuchen geladen.

Wir fuhren weiter Richtung Burscheid, Altenberg, durchfuhren auch den Ort Neschen, die Straße, die bei unserer ersten Tour noch nicht fertiggestellt war.

Die bunte Plastikkuh haben wir leider nicht wiedergesehen, schade, sie hätte uns bestimmt wieder erkannt, damals hat sie uns ja dreimal gesehen. Es ging ein Stück über die A3, dort verabschiedeten wir auf dem Rastplatz kurz vor Langenfeld Peter.

 

Rainer übernahm mal kurz das Kommando bis zum vorläufigen Endpunkt unserer Tour. Hier gab es sogar eine Erika-Straße, oh sogar eine ganze Erika-Siedlung.

Bei Rainer angekommen, erwartete uns leckerer frisch gebackener Kuchen von Renate und Kaffee. Gegen 18.30 Uhr löste sich dann die Gruppe auf und jeder fuhr in seine Richtung heim.

 

Petra und ich fuhren dann noch gemeinsam zum Campingplatz zurück, den wir nach 703 gefahrenen Kilometern gegen 20.30 Uhr erreichten.

Und was bleibt mir nun zu sagen: es waren wieder hervorragend ausgearbeitete Stecken; eine technisch sehr abwechslungsreiche Tour, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte, aber es war zu 85% trocken.

Mit genügend Pausenpunkten, damit die Geselligkeit nicht zu kurz kam, guten Unterkünften und Lokalen.

Das Einzige, was diese Tour überschattete, war, dass die Erdanziehungskraft leider in einigen Situationen nicht Ihre Finger aus dem Spiel lassen konnte, aber im Großen und Ganzen ist alles gut ausgegangen!!

Mein größter Dank gilt natürlich unserer Road-Capitana Petra, die die Tour mit allen Punkten alleine ausarbeitete, hundertmal überarbeitete, Unterkünfte buchte, Restaurant reservierte und vor allem uns super durch die Tour führte.

Weiterhin danke ich Peter und Günther, die uns an vielen Kreisverkehren und Straßen, mit - für meine Begriffe manchmal gefährlichen Situationen - die Straßen absperrten, damit die Gruppe durchfahren konnte.

Danke Euch Zwei.

Auch danke ich Rainer und Renate, die uns am Endpunkt noch mit so vielen Köstlichkeiten versorgten.

Und was nun…..sie ist leider vorbei, wir werden sie sicherlich in einem Bikerfrühstück oder auf dem Bikerfest nochmal Revue passieren lassen, denn es sind viele Fotos und auch Filme gedreht worden.

Aber eins ist gewiss: wenn unsere Road-Capitana es wieder machen möchte, ich bin zur nächsten Tour, so Gott will, wieder dabei. Und ich denke, da bin ich nicht die Einzige.

Also was ich sagen möchte : bitte Petra mach weiter so und plane für uns die nächste 3-Tages-Tour im nächsten Jahr 2012.

Also allen Bikern auch noch mal ein Dankeschön, dass Ihr dabei ward und die Tour mit Leben gefüllt habt, es war wieder mal ein Vergnügen mit Euch ein Wochenende zu verbringen.

Damit verbleibe ich, mit allzeit guter Fahrt, Eure Erika Nusko-Hamraths